Zur Sponti am 11.11. & 13.03. und einem solidarischen Umgang mit Repression

Bereits die Sponti vom 11.11. zieht eine größere Repression nach sich, die mit den Ereignissen vom vergangenen Samstag Abend wohl noch mal zunehmen wird. Es ist uns ein großes Anliegen, dass mit dieser Repression solidarisch und verantwortungsbewusst umgegangen wird, deshalb nehmt euch bitte ein paar Minuten Zeit um diese Zeilen zu lesen!

Wenn ihr eine Vorladung bekommt, meldet euch doch bitte per Mail bei uns, damit wir gemeinsam rausfinden können, was zu tun ist und wir einen Überblick über die laufenden Ermittlungen bekommen. Außerdem können (und sollten) wir euch ggf. eine anwaltliche Vertretung organisieren. Es ist absolut wichtig, dass niemensch alleine zu so einer Vorladung geht, denn es geht in dem Fall nicht nur um euch, sondern um alle ,die an der Sponti beteiligt waren oder denen das unterstellt wird. Also seid solidarisch und geht verantwortungsbewusst mit der Repression um.
Nach der letzten Sponti am 11.11. haben die Bullen außerdem Vorladungen zur DNA-Entnahme verschickt. Hier ist es wichtig zu checken, ob diese richterlich angeordnet ist oder nicht. Wenn nicht, ist es keine Pflicht zu erscheinen und natürlich auch absolut nicht ratsam. Wenn ihr so einen Brief bekommt, meldet euch doch bitte bei uns.

Außerdem gilt wie immer:
- Räumt eure Wohnungen, WG`s, Projekte auf! Lasst alles verschwinden, was ihr an dem Abend getragen, benutzt habt. Neue Schuhe, Handschuhe, eine neue Jacke sind günstiger als ein Gerichtsverfahren. Lasst alles was euch einer Gruppe oder einem Zusammenhang zuordnen lässt, verschwinden. Guckt mal durch eure Papierstapel und sonstigen Ablagen, ob da strafrechtlich relevante Dinge notiert sind, oder Notizen zum letzten Gruppen-Plenum. Löscht die Chatverläufe auf eurem Handy!!

- Wenn ihr mit anderen Menschen zusammen wohnt, macht deutlich lesbare Schilder an eure Zimmertüren (Nachname, Vorname, Geburtsdatum) der dort wohnenden Person. Falls ihr einen Hund habt, notiert das auch auf dem Schild.

- Sprecht nicht mit anderen über Inhalte des Geschehens. Es geht nicht darum wer, was was gemacht hat, was richtig oder falsch war. Heldengeschichten gefährden nicht nur euch,
auch andere. Wenn Gesprächsbedarf habt, nehmt euch eure Lieblingsgenoss*in und geht ohne Handy nach Draußen an einem ruhigen Ort spazieren.

- Wenn eure Personalien kontrolliert wurden oder ihr sonstigen Polizeikontakt hattet, meldet euch
umgehend bei uns. Ihr könnt uns eine Mail schreiben, wenn ihr die Möglichkeit dazu habt gerne verschlüsselt.

Unsere Solidarität ist die stärkste Waffe im Kampf gegen ihre Repression!
Eure Rote Hilfe Jena