Solidarität mit J.!

Wir dokumentieren hier einen Text der Soligruppe aus Wien zur Repression nach den Protesten gegen den Akademikerball 2014. Weitere Infos dazu folgen in Kürze. Wenn ihr für den Betroffenen in U-Haft spenden wollt, könnt ihr das an unser Ortsgruppenkonto tun.

Rote Hilfe Orts­grup­pe Jena
Kto.-Nr.: 4007 238 309 | IBAN DE77 4306 0967 4007 2383 09
BLZ: 430 609 67 (GLS-​Bank) | BIC GENO­DE­M1GLS (GLS Bank)
Verwendungszweck: Wien

Ein Update zum aktuellen Stand der Repression nach den Protesten gegen den Akademikerball in Wien 2014

Derzeit sitzt nach wie vor eine Person aus Jena/Deutschland in Untersuchungshaft (Begründung: Verdunkelungsgefahr). Die nächste Haftprüfung findet am Freitag, den 7. Februar 2014 statt, also zwei Wochen nach seiner Festnahme während der Demo gegen den Ball der Rechten in der Wiener Hofburg. Rechtlich wird sich sowohl in Wien als auch in Jena um den Genossen in Haft gekümmert. Er hat einen Anwalt, mit dem er schon mehrfach Kontakt hatte und wird hoffentlich in den nächsten Tagen von FreundInnen besucht werden können.

Die Vorwürfe sind – wie wir den bürgerlichen Medien entnehmen können – Körperverletzung, Sachbeschädigung, Widerstand gegen die Staatsgewalt sowie Landfriedensbruch. Damit weiß die Presse mehr als der beauftragte Anwalt, was in Österreich nicht weiter verwunderlich ist. Ebenfalls der Presse entnehmen wir, dass nach wie vor gegen eine unbekannte Anzahl von Demo-TeilnehmerInnen polizeilich ermittelt wird. Was das genau heißt und wen es treffen kann, ist unklar. Wie weit die Ermittlungen gehen können, fällt in den Bereich der Spekulation.
Daher ist es umso wichtiger, dass sich alle darüber im Klaren sind, dass das Herumerzählen von der Beteiligung an eventuell strafbaren Handlungen, Streuen von Gerüchten oder Halbwahrheiten andere gefährden kann. Das gleiche gilt für Videos und Fotos im Netz – oft gefährden diese mehr Menschen als dass sie einen Informationscharakter vorweisen können. Überlegt euch also genau, was ihr wie veröffentlicht.
Ansonsten gilt immer und insbesondere jetzt:

Anna und Arthur schweigen und verweigern die Aussage. Keine Zusammenarbeit mit den Repressionsorganen wie Polizei und Gericht. Fertigt Gedächnisprotokolle an und bewahrt diese an einem sicheren Ort auf. Schickt sie nur verschlüsselt per Mail. Wendet euch bei Fragen zur Repression an die Bündnisse OGR bzw. NO-WKR sowie Soli-Gruppen wie das Rechtshilfeinfokollektiv (http://at.rechtsinfokollektiv.org/)oder die Solidaritätsgruppe (http://www.solidaritaetsgruppe.org/), insbesondere dann, wenn ihr Vorladungen, Post oder Besuch von der Polizei bekommt.

Getroffen hat es (aktuell) einen – gemeint sind wir alle.

Watch out for Soli-Actions! Bei diesen wird es dann auch die Gelegenheit geben, dem Genossen J. Briefe in den Knast zu schicken.

Soli-Gruppe „Freiheit für J.“, Wien, am 30.1.2014

Quelle: https://linksunten.indymedia.org/de/node/104934