Archiv für Januar 2007

Castor 2001: Nahrendorfer Kessel rechtswidrig – Geld zurück

Während des Castor-Transports im März 2001 kesselte die Polizei erstmals massenhaft und für lange Zeit Atomkraftgegner ein bzw. nahm sie in Gewahrsam. Davon betroffen waren auch 150 Leute, unter ihnen viele Thüringer, die am Mittag des 26. März 2001 vom Camp Nahrendorf zu einer legalen Mahnwache in Eichdorf unterwegs waren. Sie wurden nach wenigen Metern von der Polizei aufgehalten, die per Hubschrauber Verstärkung heranholte. Die Demonstranten wurden mit allen Schikanen (kein Essen und Trinken usw.) bis zu sechs Stunden eingekesselt, anschließend in Busse gepfercht und in die GeSa Neu-Tramm gefahren, wo sie bis ca. 23.00 Uhr festgehalten wurden. Später mußten die Verhafteten für „Unterbringung und Beförderung“ noch 108 DM an die niedersächsische Polizei zahlen.

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RA Martin Poell verstorben

Am 17. Dezember ist für uns alle plötzlich und unerwartet unser Freund Martin Poell im Alter von nur 40 Jahren verstorben. Martin Poell arbeitete in vielen politischen Verfahren als Strafverteidiger, unter anderem im Magdeburger §129a Verfahren oder im Prozess in Aachen sowie als Beobachter z.B. bei den Massenprozessen in Madrid. Auch in Jena verteidigte er erfolgreich angeklagte Antifaschisten.
Sein Tod ist ein Schock und großer Verlust für uns und hinterläßt eine große Lücke. Wir sind froh, Martin gekannt zu haben. Seine Leidenschaft, seine Sicht auf die Dinge und seine Freundschaft bleiben in unserem Gedächtnis und unseren Herzen. Die Trauerfeier findet am 9. Januar in Berlin statt.